Die DentaCore GmbH bietet ein umfassendes Lösungsportfolio digitaler Technologien für fachspezifische und interdisziplinäre Anwendungen. Die Umfirmierung des Unternehmens von digitec-ortho-solutions gmbh zur DentaCore GmbH hat einige Fragen eröffnet, die der Geschäftsführer Udo Höhn in einem Interview beantwortet.

DentaCore – Der vollumfängliche Systemanbieter für die digitale Kieferorthopädie

 

  1. Warum haben Sie die junge, gerade aufgebaute Marke „digitec-ortho-solutions“ plötzlich zu „DentaCore“ geändert?

Udo Höhn: So plötzlich war dieser Schritt nicht. Wir haben uns eingehend mit dem Gedanken beschäftigt. Grundsätzlich ist mit DentaCore keine neue Firma entstanden. Unsere Werte, unsere Firmenphilosophie und unsere Kompetenz sind das Herz des Unternehmens und werden es bleiben. Doch zusammen mit unseren Kunden haben wir uns im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Immer häufiger werden interdisziplinäre kieferorthopädische Anwendungen nachgefragt, zum Beispiel präprothetisch oder präimplantologisch. Der Markt ändert sich und dem tragen wir Rechnung. Unsere Grundstrategie ist richtig, das hat uns der Erfolg der vergangenen Jahre gezeigt. Jetzt bauen wir auf solide Pfeiler auf. Den bisherigen Firmennamen verbanden Kunden durch das Wort „ortho“ ausschließlich mit kieferorthopädischen Anwendungen, was zum damaligen Zeitpunkt korrekt war. Doch nun ergänzen wir unser Angebot um fachübergreifende Applikationen und spiegeln das in dem neuen Namen DentaCore wieder.

  1. Welche Personen stehen hinter DentaCore?

Udo Höhn: Wir sind ein kleines Unternehmen, dass sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre organisch entwickelt hat. Wir agieren völlig autark und unabhängig. Ich denke, dass darauf unser Erfolg basiert. Wir haben hochkompetente Fachleute im Unternehmen und arbeiten in Netzwerken, in denen jeder Partner seine Kernkompetenz fokussiert. Damit können wir trotz der kleinen Unternehmensgröße ein breites Portfolio bedienen. Unsere Stärke holen wir aus den langjährigen, sehr engen Geschäftsbeziehungen mit Kooperationspartnern. Der Kunde wiederum erhält alles aus einer Hand. Das hat sich bewährt.

  1. Warum ist DentaCore in drei verschiedene Bereiche aufgeteilt? Welche Aufgaben haben die jeweiligen Bereiche?

Udo Höhn: Warum drei Firmenbereiche? Das ist schnell erklärt. Unsere Kompetenzen liegen im Verkauf von Technologien, in der Fertigung und in der Entwicklung. Wir sind nicht nur ein Handelsunternehmen, sondern selbst auch Anwender der Produkte. Um eine übersichtliche Struktur der Unternehmungen zu schaffen und so noch besser Synergien nutzen zu können, haben wir DentaCore aufgeteilt in d.tec, d.lab, und d.dev. Im Technologiebereich d.tec werden Scansysteme, Fertigungstechnologien, Softwarelösungen sowie ein individueller Service und Support angeboten. Bedarfsgerechte Schulungen ergänzen das Angebot. Im Fertigungsbereich d.lab werden digitale Daten mit modernen Fertigungsanlagen in analoge Produkte umgesetzt. Von Modellen über Schienen bis hin zu Hilfs- und Spezialkonstruktionen – basierend auf den Vorgaben der Kunden fertigen wir individuelle Produkte nach Industriestandard. Im Entwicklungsbereich d.dev haben wir uns einen Raum für innovative Ideen geschaffen. Unsere Erfahrungen und unser Know-how fließen in die Entwicklung eigener Anwendungen und neuer Produktdesigns.

 

  1. Warum ist DentaCore an zwei Standorten tätig?

Udo Höhn:Wir möchten unseren Kunden eine optimale Erreichbarkeit bieten und können das am besten von zwei verschiedenen Standorten aus. Berlin als innovativer Hotspot für digitale Anwendungen ist für unsere deutschen Kunden idealer Anlaufpunkt und bietet uns als Unternehmen viel Inspiration. Murg, als Firmensitz im Dreiländereck zwischen Österreich, Schweiz und Deutschland gewährt die Nähe zu den Anwendern im süddeutschen Raum sowie in den benachbarten Ländern. Also eine Diversifikation der Standorte für eine noch bessere Kundennähe.

  1. Was sind die Ziele der DentaCore GmbH und womit heben Sie sich vom Wettbewerb ab?

Udo Höhn: Wir wollen der Anbieter für digitale Spezialanwendungen im Bereich der Kieferorthopädie sowie der angrenzenden Fachgebiete werden und sind auf dem richtigen Weg. Schon heute heben wir uns mit unserem Angebot deutlich vom Wettbewerb ab, unter anderem dadurch, dass wir selbst Anwender sind und nicht nur als Handelsunternehmen agieren. Als Technologieanbieter können wir für unsere Kunden die komplette digitale Prozesskette etablieren. Auf der anderen Seite können wir den Kunden, die nicht sofort in alle Komponenten investieren wollen, individuell die Unterstützung liefern, die benötigt wird (vom Scanservice bis hin zur Fertigung von Modellen, zum Beispiel auf Basis von intraoralen Scandaten). Zudem sind wir für unsere Kunden ein wichtiger Back-up-Partner. Fällt in der Praxis oder im Labor mal eine Technologie aus, bieten wir exklusiv unsere Dienstleistungen zu vergünstigten Konditionen an. Solche Angebote können nur die vollumfänglichen Systemanbieter wie die DentaCore GmbH offerieren.

  1. DentaCore arbeitet eng mit vielen Marktführern für digitale Geräte und Anwendungen zusammen. Was bedeuten Ihnen diese Kooperationen?

Udo Höhn: Genau hier liegt unsere Kraft! Durch unser jahrzehntelanges Know-how im Bereich der digitalen Dental-Anwendungen haben wir enge Beziehungen zu erstklassigen Maschinen- und Softwareherstellern aufbauen können. Wir profitieren voneinander und dass schätzen unsere Partner ebenso wie wir. Als Beispiel sei das Unternehmen Stratasys genannt, dass mit seinen 3D-Druckern weltweit und branchenübergreifend zu den Marktführern gehört. Dank unserer guten Zusammenarbeit waren wir Anfang 2015 das erste Unternehmen im Dentalbereich, dass eine neue Druckergeneration mit neuen Materialien zum Einsatz gebracht und zum Verkauf angeboten hat. Das war noch vor der offiziellen Markteinführung auf der IDS 2015. Aber auch zu vielen anderen Firmen pflegen wir einen intensiven Austausch und bringen beispielsweise mit unserem fundierten Anwendungswissen wertvolle, praxisgerechte Ideen in Produktentwicklungen ein. Die gewinnbringenden Kooperationen innerhalb unseres Netzwerkes gehören zur Firmenphilosophie der DentaCore GmbH.

  1. In welche Richtung wird sich DentaCore die kommenden Jahre entwickeln. Können Sie einen kleinen Ausblick geben?

Udo Höhn: Jedes Unternehmen ist bestrebt, betriebswirtschaftlich erfolgreich zu sein. Auch wir wollen natürlich weiter wachsen und Technologiebereiche angliedern. Was aber für uns im Fokus steht, ist der nachhaltige Erfolg und dieser wird von Menschen getragen – Menschen mit denen und für die wir arbeiten. Diese engen Beziehungen erachten wir als elementar, denn sie helfen uns dabei, bedarfsgerechte und zukunftsorientierte Produkte anzubieten. Die Begeisterung, die wir tagtäglich erleben dürfen – bei Mitarbeitern, Partnern oder Kunden – motiviert. Wir alle bewegen uns auf dem relativ jungen Markt der digitalen Kieferorthopädie und hier haben wir als Kompetenzzentrum eine Pionierfunktion: Aufklärung betreiben und Anwendern einen fundierten Überblick in komplexe Technologien gewähren. So ist zum Beispiel STL ist nicht gleich STL oder nehmen wir den 3D-Druck mit seinen diversen Differenzierungen. Die ehrliche und objektive Aufklärung ist eines unserer wichtigsten Ziele, denn so unterstützen wir Anwender dabei, Stolpersteine zu umgehen und auf einem hohen Qualitätslevel zu arbeiten. Daraus wiederum resultieren Begeisterung, Spaß, innere Zufriedenheit und letztlich Erfolg.

 Vielen Dank für die offenen und ehrlichen Antworten

Annett Kieschnick, Fachjournalistin, Berlin